In Palermo befindet sich ein ungewöhnlicher Laden mit dem Namen Quir, ein Ort der Liebe, der sich allen Konventionen widersetzt. Die Besitzer Massimo und Gino sind seit zweiundvierzig Jahren ein Paar, vielleicht das langlebigste schwule Paar in Italien. Ihr kleines Lederwarengeschäft ist zu einem wichtigen Treffpunkt der lokalen LGBTQI+-Szene geworden – hier diskutieren die Menschen über ihre Liebesgeschichten oder suchen Rat – und kämpfen darum, in Sizilien, einer Hochburg der patriarchalischen Kultur, akzeptiert zu werden.
QUIR – A Palermo Love Story
Stimmen zum Film
«Respektvoll, aber auch schräg und bunt ist Nicola Belluccis Film «Quir – A Palermo Love Story». Am Ende sind wir alle etwas verliebt und haben fast das Gefühl, diese wunderbaren Menschen persönlich kennengelernt zu haben – und das ist ein bereicherndes Glück.»
Brigitte Häring, SRF Kultur
«Alles kommt beiläufig, abgeklärt, meist fröhlich daher, was uns Nicola Bellucci mit diesem aussergewöhnlichen Dokumentarfilm näher bringt. (…) QUIR ist ein fröhlicher, ein liebevoller Film und nicht zuletzt auch für die Ohren ein harmonisches Fest, dank dem swingend-jazzig volatilen Score von Roberto Lobbe Procaccini und Valerio Vigliar und vielen, vielen musikalischen Zitaten. Dass der Tod, und vielleicht auch der Teufel, stets mit dabei sind, das wiederum anerkennen die ProtagonistInnen mit Witz und Chuzpe und grosser, ansteckender Solidarität.»
Michael Sennhauser, Sennhausers Filmblog
««Dort, wo die Vernunft versagt, vermag der Wahnsinn zu siegen. Der Wahnsinn eines verliebten Herzens.» So ein Zitat aus dem «kreuz und queeren» Film-Juwel QUIR von Nicola Bellucci (Regie), Frank Matter (Produzent) und Pierre Mennel (Kamerakunst). Das ist Kultur mit Esprit.»
Michael Lang, Kino-Tipp
«Regisseur Nicola Bellucci erzählt in seinem Dokumentarfilm «Quir» eine zutiefst berührende Geschichte – lebendig, feinfühlig und voller Wärme. Mit grosser Aufrichtigkeit feiert er die Liebe, die Kraft durchzuhalten und den Mut, sich selbst zu sein. (…) Nicola Bellucci hat einen Film geschaffen, der strahlt – weil er das Leben in all seiner Vielfalt und Tiefe zeigt.»
Maxime Maynard, cineman.ch
«(Ein) berührender Dokumentarfilm, zwischen Lebenslust und Aktivismus, Liebe und Trauer. (…) QUIR erinnert augenzwinkernd an die karnevalesken Spielfilme eines Pedro Almodóvar oder Federico Fellini – nur dass es hier echte Menschen sind, die aus ihrem Leben erzählen.»
Marcy Goldberg, WOZ
«Ein erfrischendes Filmerlebnis, in dem sich Tragik und Leichtigkeit paaren. Wir erleben, wie wichtig die Gemeinschaft und der gegenseitige Austausch innerhalb der Community ist, um den Kampf für Anerkennung und Freiheit im konservativen Italien und vor dem aktuellen politischen Hintergrund weiterzuführen.»
Jacqueline Maurer, Programmzeitung Basel
««Quir» behandelt gewichtige Themen und ist dabei erstaunlich leicht. Trotz Schwierigkeiten und Ängsten, Unsicherheiten und Diskriminierung, haben sich die Menschen, die im Geschäft von Massimo und Gino vorbeischauen, Witz und Kraft erhalten. Sie gehen die Geschlechterfrage mit Freude an. Es gelingt dem Regisseur und der Kamera, einfach nur da zu sein, zu zeigen, was ist. Die Szenen fügen sich organisch aneinander, nichts wirkt bemüht oder gewollt. Obwohl die Kamera in solchen Konstellationen immer auch etwas mit den Darstellenden macht, bleiben sie in «Quir» wahrhaftig und authentisch.»
Raphael Amstutz, SDA
«Berührend und warmherzig»
arttv.ch
«Mit viel Feingefühl und Humor porträtiert Nicola Bellucci im Dokumentarfilm «Quir» dieses Kleinod (das Lederwarengeschäft) im Herzen der Hauptstadt Siziliens. (…) Wer den Film gesehen und gehört hat, der oder die sieht und hört die Welt und das Leben vielleicht ein bisschen anders.»
Hanspeter Stalder, der-andere-film.ch
«Eine überwältigende Reise in das Herz einer Gemeinschaft, die sich entschieden hat, an die Öffentlichkeit zu treten, um ihr Recht auf Existenz zu verkünden. In seinem neusten Film fordert Bellucci uns auf, die Welt durch die Augen seiner Queens zu betrachten, eine bunte Welt, die auf Solidarität, Akzeptanz, Toleranz und einer kathartischen Portion Humor beruht. Ihre Körper werden zu Gefässen und Archiven einer Vergangenheit voller Schmerz und Gewalt, aber auch Unbeschwertheit und Freiheit; von Kämpfen, um ihr Recht auf Vielfalt ohne Scham in einer Welt zu behaupten, die uns alle gefügig und gehorsam machen will.»
Muriel del Don, cineuropa.org
«Die Liebe von Massimo Milani und Gino Campanella hat bereits Jahrzehnte überdauert. Sie haben die Anfänge der Schwulenbewegung in Italien mitgeprägt und betreiben einen der wichtigsten Szeneorte Italiens in Palermo, mitten im konservativen Sizilien. Tagtäglich sind Menschen bei ihnen zu Besuch, und mit im Haus leben Wegbegleiter*innen und langjährige Freund*innen. Wer ihren Laden betritt, wird umsorgt – und vor allem in Diskussionen verwickelt. Denn die Szene hat Feuer! Mit besonderem Vergnügen und scharfen Pointen kritisieren sie Vorurteile in der Gesellschaft und starre Ideen von Geschlecht. Mit ansteckender Freude, Wärme, Fantasie und radikalen Ideen von Freiheit leben sie im Widerstand zur Mehrheitsgesellschaft. Alle haben sie und ihre Mitstreiter*innen viel erlebt, etwa der ehemalige Schauspieler Charly Abbadessa, der eine Vergangenheit in Hollywood hatte, oder der Musiker Ernesto Tomasini, der im Haus das Leben mit seiner alternden Mutter teilt. Der Filmemacher Nicola Bellucci setzt dem Paar, ihrem Umfeld und ihrem Laden ein filmisches Denkmal, das vor Charme und Weisheit nur so sprüht.» Dennis Vetter, 41. Kasseler Dokfest
«Der Film zeigt uns eine Beziehung, die trotz aller Widrigkeiten Liebe und Akzeptanz für jede Person vermittelt, die für sich selbst einsteht und die Freiheit anderer respektiert.»
Carmela Ieni, viviroma.it
«Wie in der Stadt (Palermo), ist im Film Quir eine Atmosphäre des Todes spürbar. Das Leben wird gefeiert, ohne dass der Tod aussen vor gelassen wird, im Gegenteil, der Film schafft es meisterlich, über Wiedergeburt, wenn nicht Wiederbelebung, zu sprechen … Nicola Bellucci sieht seinen Film als eine Liebesgeste, was in den Worten widerhallt, die der Schauspieler Massimo Verdastro an Massimo und Ginos politischer Hochzeit rezitiert. Es sind Verse von Nino Gennaro, einem Dichter aus Corleone, der 1995 and AIDS starb: «Entweder du bist glücklich oder Mittäter», «nur zu lieben / immer / ohne sich jemals zu hassen» und «wo die Vernunft es nicht vermag / möge die Verrücktheit des Herzen es schaffen.» Auf ähnliche Weise erzählt Quir von Kampf und Schönheit, Exzentrik und Revolution: von Leben und Liebe.»
Andrea Inzerillo, Ilmanifesto.it
«Ohne Vorurteile fängt Regisseur Nicola Bellucci die spürbare Liebe und den Kampfgeist einer queeren Nachbarschaftsboutique ein. Wir erleben einen spannenden Mikrokosmos voller bunter Charaktere, die das Herz erwärmen und das Gewissen anregen.»
Martina Volpato, Taxidrivers.it
«Der Zuschauer taucht in die Atmosphäre der titelgebenden Lederboutique ein, eine Art Beichtstuhl, die im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Treffpunkt der lokalen LGBTQI+-Szene geworden ist. Hier treffen sich Freunde wie Ernesto, Vivian und Charly, allesamt Menschen, die im Film nicht beschrieben, sondern durch die Gesten ihres Alltagslebens hervorgehoben werden. Alle kämpfen auch für ihre Rechte in einem Sizilien (und Italien), das noch immer von einer patriarchalischen Kultur beherrscht wird.
Bellucci lädt uns in ihre Häuser ein, lässt uns Liebe, Schwierigkeiten, Momente der Trauer und existenzielle Gedanken über das Männliche und das Weibliche miterleben. Durch die Aussagen von jungen Trans- und Homosexuellen wird ausserdem ein Eindruck davon vermittelt, in welchen Bereichen sich die Situation dieser Gemeinschaft in den letzten vierzig Jahren verändert hat.»
Cristiana Allievi, Corriere della Sera
«Quir von Nicola Bellucci ist ein Porträt einiger Charaktere aus der LGBTQI+-Community von Palermo und, durch sie, einer zunehmend vielgestaltigen und multiethnischen Stadt. Eine Welt, die so bunt und glänzend ist wie die Taschen in der Werkstatt der Protagonisten, glückliche Existenzen, die stolz auf ihre eigene Sexualität sind, aber hinter denen sich auch eine grosse und historische Militanz verbirgt, die aus vielen Demonstrationen und Kämpfen für Bürgerrechte besteht. (…) Quir begreift den Lauf der Zeit, den Übergang zwischen den Generationen und es ist ein Film über die menschliche Schönheit seiner Figuren, gespickt mit humorvollen Momenten, die das Werk in einem leichten Ton halten.»
Giampiero Raganelli, Quinlan
«Quir zelebriert ein lebendiges Palermo in stetigem Wandel, ein Symbol für eine Gemeinschaft, die trotz aller Schwierigkeiten hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. (…) In einer Welt, die oft Konformität verlangt, erinnert Quir daran, dass sich selbst zu sein, ohne Maske, Kompromisse und vor allem ohne Angst, Freiheit bedeutet.»
Eleonora Zanardi, taxidrivers.it
Statement des Regisseurs Nicola Bellucci
«Eine spielerische Freiheit, die es versteht, Spannungen abzubauen, die das Fragment der Totalität vorzieht. Sie zieht das Lächeln vor, das die Schwere der Realität zu lindern vermag.»
(Don Cosimo Scordato, Pfarrer von Ballarò, Palermo)
Es beginnt immer mit der Liebe. Dieses Mal habe ich mich in Massimo und Gino «verliebt». Es begann zufällig, als ich eines Tages an Quir vorbeiging, ihrer Boutique in einer Gasse in Ballarò, einem Viertel in Palermo. Schnell wurde mir klar, dass das, was eigentlich ein Geschäft für Handtaschen und andere Lederwaren sein sollte, in Wirklichkeit eine Art Beichtstuhl oder eine Notaufnahme für hilfsbedürftige Seelen war – deren Besitzer eine 40-jährigen Geschichte des Kampfes für LGBT-Rechte aufwiesen. Also hörte ich zu, und aus diesem Mikrokosmos heraus vervielfältigten sich bald die Charaktere und wurden zu Teilen eines Puzzles, das vor dem Hintergrund einer Landschaft (der Stadt Palermo) zusammengesetzt werden sollte. So entstanden Vivian und Ernesto und dann auch Charly.

«Das Problem ist nicht die sexuelle Identität, sondern die Identität des Menschen, die er selbst erlangen muss, egal in welche Beziehung er sich begibt.»
(Massimo Milani)
Ich habe versucht, diese Leben nach der Lehre zu betrachten, dass es nie darum geht, die Realität so wiederzugeben, wie sie ist, oder sie einer vorher festgelegten ideologischen Vorstellung anzupassen, sondern sie durch das Prisma des Bewusstseins zu filtern. «Realismus» wird nie durch die Entscheidungen der Subjekte bestimmt (z. B. der Kampf für LGBT-Rechte), sondern durch die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wird. Indem ich den Blick der Kamera von vorgegebenen Blickwinkeln befreite, die Figuren nicht beschrieb, sondern sie aus dem reinen phänomenologischen Geschehen, in dem sie agieren, hervortreten liess, wollte ich mit wenigen wesentlichen Strichen zum Kern der einzelnen Geschichten vordringen. Die Verbindung zwischen den Figuren im Film ist nicht durch die Fixierung von Positionen oder Brennpunkten gegeben, sondern durch die Bewegung, die Unruhe zwischen den Polen, ihre existenzielle Unsicherheit. Die einzelnen Geschichten finden alle gleichzeitig statt, und der Übergang von einer zur anderen erfolgt durch eine Reihe von Kunstgriffen einer narrativen, visuellen oder assoziativen Ordnung: Es wird immer irgendein Detail sein, scheinbar unbedeutend, das uns von einer Geschichte zur nächsten führt.
Jede Geschichte begibt sich auf die Suche nach dem Sinn und strebt danach, sich wie der Film zu einer Geometrie zusammenzusetzen, deren Sinn sich aus dem Ganzen ergibt, aus den einzelnen Fragmenten, die ineinandergreifend den Faden des Diskurses weben. Die Montage wird so allegorisch, interpretierend: Sie greift auch auf Parodie und Ironie als Stilmittel zurück. Ziel war es, eine Art einfühlsame Verfremdung zu erreichen, bei der es den Emotionen der Figuren gelingt, den Betrachter zu fesseln, ohne sich auf eine blosse naturalistische Wiedergabe zu beschränken.

«Entweder man ist glücklich oder man ist mitschuldig.»
(Nino Gennaro)
Massimo Milani wiederholte mir gegenüber oft diesen Satz seines Dichterfreundes, der vor vielen Jahren an AIDS starb, und wies darauf hin, wie wichtig es ist, die Geschlechterfrage von einem, sagen wir, «positiven» Standpunkt aus zu betrachten. Wie Paul Preciado zu Recht betont, geht es darum, «einen Blick zu vermeiden, der tötet», den er als «nekropolitisch» bezeichnet und der in der filmischen Darstellung der Queer-Welt häufig verwendet wird. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, in meinem Film die aktive Freude, wie Nino Gennaro sagen würde, zu vermitteln, die von jedem der Körper ausgeht, die die Schwelle des Quir überschreiten.
Anmerkung des Produzenten Frank Matter
Wie schon bei seinen früheren Arbeiten hat eine Zufallsbekanntschaft Nicola Bellucci zum Stoff seines neuen Films geführt, diesmal in Sizilien. Dort hat er Gino und Massimo, zwei Pioniere der italienischen Schwulenszene, kennen gelernt. Sie führen in Palermo einen Lederwarenladen namens Quir, wo viele Menschen aus der queeren Szene verkehren. Die Protagonist*innen des Films – Gino, Massimo, Viviane, Ernesto und Charly – sind sehr einnehmende und prägnante Persönlichkeiten, die ungeheuerlich spannende und wichtige Geschichten zu erzählen haben und gleichzeitig mit viel Witz und Esprit gesegnet sind. Dazu kommt die Stadt Palermo als gewaltige Kulisse, schrill, alt, opulent, lebendig, voller Tragik und Geheimnisse. «Quir» ist ein berührender, politisch relevanter, aber auch sehr unterhaltsamer Film. Ich glaube, die cinematischen und künstlerischen Qualitäten, die einnehmenden Persönlichkeiten, die Stimmungen und Geschichten von «Quir» werden ein Publikum weit über Palermo und die LGBTQI+-Thematik hinaus ansprechen – zumal es um universelle Themen wie Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft geht. In der jetzigen Zeit, in der – nicht nur in Italien – die Rechte von queeren Menschen wieder unter Druck geraten, schafft der Film wichtige Identifikationspunkte und bricht eine Lanze für die Freiheit, selbstbewusst ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Trailer
News
24. April 2026
Kinovorführungen in Zürich
Am 2., 3. und 31. Mai wird «Quir» wieder auf der Grossleinwand in der Schweiz zu sehen sein. Der Publikumsliebling der 60. Solothurner Filmtage wird im Rahmen des Mai-Programms «Queer Film History Switzerland?» im Kino Xenix in Zürich gezeigt.
18. Februar 2026
Neu im Streaming
«Quir» ist neu als Stream verfügbar auf verschiedenen Schweizer Plattformen wie cinu.ch, myfilm.ch, cinefile.ch und filmingo.ch! «Grandezza, Lebenslust und Melancholie halten sich wunderbar die Waage in diesem Porträt eines schwulen alten Paars in Palermo, dessen Atelier für bunte Lederwaren Treffpunkt einer ebenso bunten Klientel von Mitstreiter:innen für die Anliegen der LGBTQ+-Community ist. Der Italo-Basler Nicola Bellucci und sein Kameramann Pierre Mennel porträtieren die quirligen alten Kämpen, die teils noch im klassischen Hollywood verkehrten oder auf Londoner Variétébühnen standen, nicht nur liebevoll und lebensprall, sondern geben deren Hang zur ungenierten Selbstinszenierung auch mit hintersinnigen, wehmütigen und melodramatischen kleinen Showeinlagen den gebührenden Raum: hundert Minuten reines Schau- und Hörvergnügen, an den Solothurner Filmtagen mit dem Publikumspreis prämiert.» Andreas Furler, cinefile
12. Februar 2026
Publikumspreis in Montpellier
«Quir» wurde in Frankreich mit dem Publikumspreis der 18ème Journées du Cinéma Suisse ausgezeichnet.
15. Dezember 2025
Pink Dragon Award
«Quir» wurde mit dem Pink Dragon Publikumspreis für den Besten Dokumentarfilm des Slovenian LGBT Film Festival in Ljubljana ausgezeichnet.
25. Oktober 2025
Spezialvorführung zu Ehren von Gino
Am 30. Oktober findet im Cinema Rouge et Noir in Palermo ein Screening zu Ehren des verstorbenen Gino Campanella statt. Cast und Regie werden zu diesem Anlass, der das 5. Ehejahr von Massimo und Gino markiert, anwesend sein.
13. Oktober 2025
Geneva International Queer Film Festival
Vom 17. bis 19. Oktober wird «Quir» am Everybody’s Perfect! Geneva International Queer Film Festival präsentiert. Regisseur Nicola Bellucci wird für zwei Screenings und Q&As anwesend sein.
12. Oktober 2025
Screening in Kuba
«Quir» wird am 18. Oktober während der Settimana Della Lingua Italiana Nel Mondo (organisiert von der Schweizer Botschaft) in Havanna präsentiert.
10. Oktober 2025
Am Hamburg Int. Queer Film Festival
Am 19. Oktober wird «Quir» am 36. Hamburg International Queer Film Festival gezeigt. Protagonist Ernesto Tomasini wird an der Filmvorführung und dem folgenden Q&A teilnehmen.
1. Oktober 2025
Festivalscreening in Chile
«Quir» wird am 8. Oktober am Festival Internacional de Cine LGBTIQA+ Movilh Chile in Santiago de Chile präsentiert.
September 13, 2025
U.S. Premiere in Palm Springs
«Quir» feiert am 25. September nordamerikanische Premiere am LGBTQ+ Film Festival Cinema Diverse in Palm Springs.
1. September 2025
Kinostart in Italien
«Quir» kommt am 8. September in die italienischen Kinos! Die ersten Screenings finden statt in Bologna, Capri, Ferrara, Reggio Emilia, Catania, Palermo, Trapani, Bassano del Grappa, Venezia, Padova, Pordenone, Treviso und Udine. Detaillierte Spielorte und -zeiten werden hier bald veröffentlicht.
10. Juli 2025
Locarno Film Festival
«Quir» wird am 78. Locarno Film Festival in der Sektion Panorama Suisse präsentiert, die das aktuelle Schweizer Filmschaffen zelebriert. Mitglieder von Cast und Crew werden für das Q&A nach dem Screening anwesend sein.
13. Mai 2025
ERFolgreicher Kinostart in Der Schweiz
Wir sind berührt von den wunderschönen Schweizer Vorpremieren, die wir zusammen mit den Protagonist*innen Massimo, Vivian und Ernesto letzte Woche erleben durften. Volle Sääle, Standing Ovations und gute Gespräche bleiben uns in Erinnerung. Nun läuft «Quir» in verschiedenen Schweizer Kinos. Nicht verpassen: Spielorte und -zeiten hier finden.
12. Mai 2025
Bester «film sociale»
«Quir» wurde in Rom mit dem Preis Bester «film sociale» des Jahres am internationalen Filmfestival Tulipani di Seta Nera ausgezeichnet: «Der Film ist fesselnd, witzig, intim und gleichzeitig universell und lädt uns ein, das Gegenüber ohne Vorurteile und nur mit der Kraft der Menschlichkeit zu betrachten. Ein Werk, das in der Lage ist, uns dazu zu bringen, das eigene soziale Verständnis neu zu definieren und es an eine Gesellschaft anzupassen, die einen schnellen und tiefgreifenden Wandel erlebt.» (Laudatio der Jury)
18. April 2025
Special Award für «Quir»
«Quir» wurde am Lovers Film Festival in Turin mit einem Spezialpreis ausgezeichnet: «Im Gedenken an Giò Stajano, einem Pionier der LGBTQI+-Kultur, vergibt Lovers einen Special Award, der für die Freiheit steht, sich selbst zu sein. Das Festivalkommittee und Willy Vaira zeichnen QUIR für seine bezaubernde Menschlichkeit und treffende Kameraarbeit aus, der eine der überraschendsten queeren Gemeinschaften Italiens, im Herzen von Palermo, porträtiert. Hier heissen Massimo und Gino seit über 40 Jahren Menschen willkommen und nehmen sie in ihre grosse Familie auf – allesamt Menschen, deren Schönheit weit über ihre Persona hinausgeht. QUIR ist ein wahrhaftiger und notwendiger Film von grossartiger Qualität, der queere und nicht-queere Stories erzählt und in dem auch die Aussagen junger Personen Aufschluss darüber geben, dass bereits viel getan wurde, aber noch viel zu tun bleibt. Entweder man ist glücklich oder mitverantwortlich: dies ist die Massimos und Ginos weitreichende Aussage.» (Laudatio der Jury)
4. April 2025
Wettbewerb mit Rework zum Schweizer Kinostart Am 8. Mai
In Zusammenarbeit mit unseren Protagonist*innen und Rework AG gibt es tolle Preise zu gewinnen!
1. Preis:
Eine exklusive «Quir»-Ledertasche von Massimo und Gino, handgemacht in Palermo.
Dazu 4 Gratis-Kinotickets.
2. bis 5. Preis:
Je 2 Gratis-Kinotickets plus ein Rework-Gutschein im Wert von 50 CHF.
Um am Wettbewerb teilzunehmen schreibt uns schnell eine E-Mail mit Euren Kontaktdaten (Namen, Adresse). Teilnahmeschluss ist der 6. Mai 2025. Wir wünschen allen viel Glück!
Die Gewinner*innen des Wettbewerbs werden am 7.5. von uns per E-Mail benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen und die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Teilnehmenden einverstanden, dass ihre E-Mail-Adresse von Cineworx Filmverleih und Rework AG für den Versand von Newslettern und für zukünftige Marketingzwecke verwendet wird. Teilnehmende können sich jederzeit vom Newsletter abmelden. Die Barauszahlung von Gewinnen ist ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ebenfalls ausgeschlossen. Die Daten der Teilnehmer werden ausschliesslich für die Durchführung des Wettbewerbs und für den Versand der Newsletter von Cineworx und Rework verwendet. Es erfolgt keine Weitergabe der Daten an Dritte. Cineworx und Rework behalten sich das Recht vor, Teilnehmenden bei falschen Angaben oder Manipulationen vom Wettbewerb auszuschliessen und Gewinne nachträglich aberkennen zu können.
27. März 2025
Schweizer Kinostart Anfang Mai
Wir freuen uns sehr auf den Schweizer Kinostart von «Quir» am 8. Mai! Informationen zu Vorpremieren und Spezialvorstellungen mit Cast und Crew folgen bald.
6. März 2025
Premieren in Italien
Im März feiert «Quir» Premiere in Palermo, Venedig, Mailand und Rom. Regisseur Nicola Bellucci und mehrere Protagonist*innen werden jeweils für Gespräche anwesend sein. Details hier.
5. Februar, 2025
«Quir» auf Shortlist für den Italienischen Filmpreis
«Quir» ist unter den 15 Filmen, die aus 153 Eingaben für die Shortlist «Bester Dokumentarfilm» ausgewählt wurden! Die Italienische Filmakademie wird nun 5 Dokumentarfilme für den David Cecilia Mangini Award 2025 nominieren.
30. Januar 2025
«Quir» gewinnt Prix du Public
«Quir» wurde mit dem Publikumspreis Prix du Public der 60. Solothurner Filmtage ausgezeichnet! Bei beiden Festival-Screenings wurden die anwesenden Protagonist*innen und Crewmitglieder mit langanhaltenden Standing Ovations geehrt. Wir danken allen für den herzerwärmenden Empfang und die Unterstützung.
Ältere News
27. Januar 2025
«Quir»: Premiere in Avellino
La Candelora a Montevergine präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Laceno d’Oro «Quir» in Avellino, Italien. Protagonist Massimo Milani wird am Screening und der anschliessenden Diskussion teilnehmen. Für weitere Details hier klicken.
11. Dezember 2024
«Quir»: Nominiert für Prix du Public der Solothurner Filmtage
Nicola Belluccis Liebeserklärung an Palermos Queer-Szene ist für den Prix du Public der 60. Solothurner Filmtage nominiert. Das Publikum wählt den Gewinnerfilm während des Festivals im Januar. Wir freuen uns auf die Schweizer Premiere in Solothurn mit Protagonist*innen und Crewmitgliedern. Die Spielzeiten findet Ihr hier .
10. Dezember 2024
«Quir»: BESTER ITALIENISCHER FILM AM RIDF 2024
Wir freuen uns mitzuteilen, dass «Quir» den ITA-DOC-Wettbewerb des Rome International Documentary Festival gewonnen hat! Das ausverkaufte Screening war ein grosser Erfolg und die anwesenden Cast- und Crewmitglieder nahmen an einem emotionalen Q&A teil.
2. Dezember 2024
«Quir» ERHÄLT PRIDE AWARD
«Quir» wurde mit dem Pride Award des Florence Queer Film Festivals ausgezeichnet! Die Jury war beeindruckt, wie Nicola Belluccis Film «vielfältige queere Identitäten authentisch und einfühlsam erkundet. QUIR thematisiert die Pluralität der Identitäten mithilfe einer spontanen und feinfühligen Sprache, ohne jemals aufdringlich zu sein. Der Film porträtiert Palermo, eine Stadt mit offensichtlichen Widersprüchen, in der politische Reflexion auf Bereiche trifft, die noch weit von einer vollständigen Befreiung entfernt sind. Die Protagonist*innen, die an die Charaktere der Commedia dell’Arte erinnern, bewegen sich in einem sozialen Kontext, in dem die Dynamik von Unterdrückung und Befreiung natürlich und fliessend ineinander übergehen. Mit Leichtigkeit und Tiefe lädt QUIR ein, über die emotionalen und kulturellen Nuancen der behandelten Themen nachzudenken, ohne jemals in Oberflächlichkeit zu verfallen.» (Laudatio: Vincenzo Restivo, Sam Bertoldi & Roberta Parigiani)
20. November 2024
«Quir» in Florenz und Rom
Die «Quir»-Festivaltour geht weiter in Italien: Nicola Bellucci und die Protagonist*innen werden am Florence Queer Film Festival und Rome International Documentary Festival die Filmvorführungen begleiten. Wir freuen uns über die Nomination für den Pride Award des Florence Queer Festivals und die Selektion für den ITA-DOC-Wettbewerb des RIDF! Die Spieldaten findet Ihr hier.
17. Oktober 2024
«Quir» am Kasseler Dokfest
Im November findet die Deutschland-Premiere am Kasseler 41. Dokumentarfilm- und Videofest statt. Regisseur Nicola Bellucci wird für ein anschliessendes Q&A anwesend sein. «Ein filmisches Denkmal, das vor Charme und Weisheit nur so sprüht» (Dennis Vetter, 41. Kasseler Dokfest).
29. August 2024
Premiere in Brasilien
«Quir» wird erstmalig in Brasilien präsentiert und ist als bester Dokumentarfilm des MT Queer Premia 2024 nominiert. Das Filmfestival findet vom 18. bis 20. Oktober in Cuiabá statt.
3. Juli 2024
Weltpremiere in Italien
Am 14. Juli feiert «Quir» am 70. Taormina Film Festival in Sizilien Weltpremiere. Das Festival in atemberaubender Umgebung ist seit jeher Treffpunkt des europäischen und amerikanischen Kinos, besucht von unzähligen Stars, und Premieren-Plattform für Arthouse-Filme sowie grosse Hollywoodproduktionen.
Screenings
- Im Monatsprogramm des Kino Xenix, Schweiz:
Samstag, 2.5.26, 16.15 Uhr, Xenix, Zürich
Sonntag, 3.5.26, 16.15 Uhr, Xenix, Zürich
Sonntag, 31.5.26, 18.30 Uhr, Xenix, Zürich
- Festival dei Diritti Pavia, Italien:
Donnerstag, 26.3.26, 20.30 Uhr, Borletto, Sala Conferenze, Pavia
mit Protagonist Massimo - Spezialvorführung, Festa per il Principe Gino:
Donnerstag, 30.10.25, 20.30 Uhr, Cinema Rouge et Noir, Palermo, Italien
mit Regie und Cast - Geneva International Queer Film Festival – Everybody’s Perfect, Schweiz:
Freitag, 17.10.25, 18.45 Uhr, Salle Langlois, Les Cinémas du Grütli, Genf
Samstag, 18.10.25, 16.00 Uhr, Salle Simon, Les Cinémas du Grütli, Genf
Sonntag, 19.10.25, 14.30 Uhr, Salle Langlois, Les Cinémas du Grütli, Genf - Semana de la lengua italiana, Cuba:
Samstag, 18.10.25, 19.00 Uhr, Centro Comercial de la Comunidad Camilo Cienfuegos, La Habana del Este, Kuba - Hamburg International Queer Film Festival:
Sonntag, 19.10.25, 17.30 Uhr, Passage Kino 1, Hamburg, Deutschland
Frühere Screenings
- 17 Festival Internacional de Cine LGBTIQ+ (Cine Movilh):
Mittwoch, 8.10.25, 19.30 Uhr, Centro Cultural de España, Región Metropolitana de Santiago, Chile
- Jetzt in den Schweizer Kinos:
Hier - In den italienischen Kinos ab 8. September 2025:
Liste der Spielorte
- Festival Internacional del Cine Ambiental y Derechos Humanos Paraguay:
Donnerstag, 4.9.2025, 20.00 Uhr, Manzana de la Rivera, Asunción, Paraguay
- Laguna Sud Festival:
Sonntag, 24.8.25, 21.00 Uhr, Giardino di Palazzo Grassi, Chioggia, Italien
- 78. Locarno Film Festival:
Sonntag, 10.8.2025, 11.00 Uhr, FEVI, Locarno, Schweiz
- Orizzonti Festival Italia-Cuba:
Sonntag, 13.7.25, 14.00 Uhr, Cine 23y12, Havanna, Kuba
- RIOLGBTQIA+ Festival 2025:
Mittwoch, 9.7.2025, 18.00 Uhr, Instituto Italiano de Cultura, Sala Itália, Rio de Janeiro, Brasilien
- Sherocco Festival:
Donnerstag, 26.6.2025, 21.30 Uhr, Parco Archeologico di Santa Maria d’Agnano, Ostuni, Italien
- Ipotesi d’Amore Festival:
Mittwoch, 18.6.2025, 22.15 Uhr, Teatri di Vita, Bologna, Italien
- Im Programm zahlreicher Schweizer Kinos seit 8. Mai:
Spielorte und -zeiten hier finden.
- Sicilia Queer New Visions Filmfest 2025, Panorama Queer:
Montag, 26.5.2025, 20.30 Uhr, Cinema De Seta, Palermo, Italien
- Schweizer Kinovorpremieren:
Mittwoch, 7.5.2025, 20.30 Uhr, kult.kino atelier, Basel, Schweiz
Donnerstag, 8.5.2025, 20.15 Uhr, Kino Sputnik, Liestal, Schweiz
Freitag, 9.5.2025, 20.15 Uhr, Kino Rex 1, Bern, Schweiz
- Pink Apple Film Festival / Kinovorpremieren in Zürich & Frauenfeld:
Dienstag, 6.5.2025, 20.30 Uhr, Kino Riffraff 4, Zürich, Schweiz
Mittwoch, 7.5.2025, 18.30 Uhr, Kino Riffraff 1, Zürich, Schweiz
Sonntag, 11.5.2025, 15.15 Uhr, Cinema Luna 1, Frauenfeld, Schweiz
- 40. Lovers Film Festival:
Dienstag, 15.4.2025, 17.45 Uhr, Cinema Massimo, Sala Rondolino, Turin, Italien
- Screening im Rahmen des Pezzi-Unici-Filmzyklus im Centro Pecci:
Donnerstag, 3.4.2025, 21.00 Uhr, Cinema Centro Pecci, Prato, Italien
- Kino-Premiere in Rom:
Mittwoch, 26.3.2025, 21.00 Uhr, Cinema Troisi, Rom, Italien
- Mailand-Premiere:
Mittwoch, 19.3.25, 19.30 Uhr, Anteo Palazzo del Cinema, Mailand, Italien
- 14. Cinema Svizzero a Venezia:
Freitag, 14.3.25, 21.00 Uhr, Palazzo Trevisan degli Ulivi, Venedig, Italien
- Sicilia Queer New Visions Filmfest 2025:
Freitag, 7.3.25, 20.30 Uhr, Cinema De Seta, Palermo, Italien
- Festival La Candelora a Montevergine & Laceno d’Oro:
Montag, 3.2.25, 20.30 Uhr, Cinema Partenio, Avellino, Italien
- 60. Solothurner Filmtage:
Samstag, 25.1.25, 17.15 Uhr, Landhaus, Solothurn, Schweiz
Montag, 27.1.25, 19.00 Uhr, Konzertsaal, Solothurn, Schweiz
- Rome International Documentary Festival:
Samstag, 7.12.24, 19.30 Uhr, Nuovo Cinema Aquila, Sala 2, Rom, Italien
- Florence Queer Festival:
Samstag, 30.11.24, 17.30 Uhr, Cinema La Compagnia, Florenz, Italien
- Deutsche Premiere am 41. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest:
Samstag, 16.11.24, 23.30 Uhr, Filmladen, Kassel, Deutschland
Hintergrund
Willkommen im Quir! Tretet ein und lernt die Protagonist*innen kennen …
Massimo Milani & Gino Campanella

Massimo Milani
Massimo und Gino trafen sich vor fast 50 Jahren und es war Liebe auf den ersten Blick: Gino verliess seine Frau und beide Kinder, und zog mit Massimo zunächst nach Rom, danach in eine Wohnung in Palermo. Seit Anfang der 1970er Jahre war ihr gemeinsames Leben als Aktivisten bei FUORI! (Italienische Revolutionäre Homosexuelle Einheitsfront) immer vom Kampf für die Bürgerrechte geprägt. Nach mehr als 40 Jahren Liebe und Kampf haben Massimo und Gino beschlossen, in Giarre zu heiraten, in Erinnerung an ein Ereignis, das die Geschichte der LGBTQ+-Bewegung in Italien geprägt hat: die Ermordung von Giorgio und Toni, einem jungen Liebespaar. Es war dieses homophobe Verbrechen, das den Anstoss für die Gründung von ARCIGAY gab – Massimo und Gino haben die Organisation für Homo- und Bisexuelle 1980 in Palermo mitgegründet. Das Paar hat jahrzehntelang alles riskiert, war Spott, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt. «Homophobie ist eine schreckliche Sache», sagt Gino. «Wir tun alles, was wir öffentlich tun, um andere Homosexuelle dazu zu bringen, sich zu outen.» Im Laufe der Jahre hat Massimo den Körper einer Transformation unterzogen. Manche nennen sie Massimona. Sie lacht und sagt: «An einem bestimmten Punkt in meinem Leben habe ich erkannt, dass es etwas zwischen Mann und Frau geben kann.»

Gino Campanella
Ernesto Tomasini
Ernesto ist ein erfolgreicher Drag Queen Sänger und Performer. Er hat eine aussergewöhnliche Kastratenstimme. Er ist ein Star der weltweiten alternativen Szene: Er nennt sich selbst «die degenerierte Version von Julie Andrews». Ernesto ist ein «fluider» Schwuler, der sich jeder Identifizierung verweigert: Er liebt es, sich zu verwandeln. Viele Jahre lang lebte er in London. Dann unterbrach er seine glänzende Karriere und widmete sich ganz der Pflege seiner 94-jährigen Mutter: Sie leidet an Demenz und ist nicht mehr selbständig. Er lebt den ganzen Tag bei ihr und verlässt kaum noch das Haus. Sein Leben wird zur Hölle, aber seine Liebe zu seiner Mutter ist stärker.

Ernesto Tomasini
Vivian
Vivian wohnt im Quartier Ballarò. Fast täglich geht sie bei Massimo und Gino in der Boutique vorbei, um sich zu unterhalten. Vivians Alltag ist nicht leicht, oft wird sie mit der Transphobie ihrer Nachbarschaft konfrontiert. In Massimo hat sie eine Stütze gefunden, auch um die vielen Zweifel, die sie auf ihrem Weg der Transformation begleiten, anzusprechen. Für ihre Zukunft strebt sie eine Schauspielkarriere an.

Vivian Bellina
Charly
Charly, 92, ist als Sohn Sizilianischer Emigranten in New Haven (Connecticut) aufgewachsen. In den frühen 1960er Jahren zog er nach New York und war lange mit Robert Lewis, Gründer des Actors Studio, zusammen. Er verkehrte mit berühmten Hollywood Stars wie Marilyn Monroe und John Cassavetes. In Palermo lebt er nun in einem grossen, halb leeren Haus. Er gilt als Pate der Homosexuellenszene in Palermo. Jeder hatte Kontakt mit ihm, wenn auch nur kurz. Charly lebt von seinen Erinnerungen, den vergangenen gloriosen Zeiten und bedauert den Verlust seines jugendlichen Aussehens.

Charly Abbadessa
Credits
Mit
Gino Campanella
Massimo Milani
Charly Abbadessa
Vivian Bellina
und mit
Ernesto Tomasini
Eine Produktion von
soap factory
in Koproduktion mit
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, SRG SSR
und 3sat Schweiz
Buch, Regie
Nicola Bellucci
Produzent
Frank Matter
Kamera
Pierre Mennel SCS
Zusätzliche Kamera und Ton
Nicola Bellucci
Schnitt
Piero Lassandro, Anja Bombelli
Musik
Roberto Lobbe Procaccini, Valerio Vigliar
Produktionskoordination & Kommunikation
Loredana-Nastassja Fernández
mehr
Redaktion SRF
Urs Augstburger
Nationale Koordination SRG SSR
Sven Wälti
Redaktion 3sat Schweiz
Nicole Pallecchi
Tonschnitt
Oscar Van Hoogevest
Sounddesign
Andrea Padovan, Oscar Van Hoogevest, Patrick Becker
Soundmix
Patrick Becker, nurTon GmbH
Color Grading
Roger Somm @8horses Postproduktion
Videopostproduktion und VFX
Hannes Rüttimann, Postino Post-Production
Animation Titelsequenz & Artwork
Martin Wülser und Patrick Oser, Former Grafik
Abspann und Webseite
Klaus Affolter, bytes & bones
Musik arrangiert und produziert von
Roberto Procaccini und Valerio Vigliar
MusikerInnen
Roberto Izzo, Francesco Lento, Natalino Marchetti, Francesco Poeti, Roberto Procaccini, Marco Quaranta, Angelo Maria Santisi, Gianluca Vigliar, Valerio Vigliar
Mit der Unterstützung von
Swisslos-Fonds Basel-Stadt
Swisslos-Fonds Basel-Landschaft
Bundesamt für Kultur (BAK)
Kulturfonds SUISSIMAGE
Kulturstiftung UBS
Succès Passage Antenne
Fondo per la promozione della lingua italiana nel cinema svizzero

Bios

Nicola Bellucci, Regisseur
Geboren 1963 in Arezzo, Italien. 1982–86 Studium von Philosophie, Literatur und Film an der Università degli Studi in Florenz. 1984 Regiediplom vom Istituto di Scienze cinematografiche in Florenz. 1992–96 Autor und Kameramann in Italien. 1996 Umzug nach Basel. Arbeit als Kameramann und Toningenieur. 2000 Gründung der Neuland-Filmproduktion in Basel. Er ist bekannt für seinen preisgekrönten Dokumentarfilm «Im Garten der Klänge» (2010), der auf zahlreichen Festivals weltweit gezeigt wurde, und für «Grozny Blues» (2015), der unter anderem für Visions du Réel, DOK Leipzig und IDFA ausgewählt wurde. «Der Steingänger» (2018) war sein erster Spielfilm.
Filmografie (Auswahl)
«Quir», Dokumentarfilm, 106 min., 2024; «Il mangiatore di pietre», Spielfilm, 104 min., 2018; «Grozny Blues», Dokumentarfilm, 104 min., 2015; «Nel giardino dei suoni», Dokumentarfilm, 85 min., 2010.

FRANK MATTER, Produzent
Frank Matter, 1964 in Sissach/BL geboren, arbeitet seit 1991 als freischaffender Autor, Regisseur und Produzent. Ab 1993 in New York, wo er in verschiedensten Funktionen auf Filmsets tätig war und zwei eigene Indie-Spielfilme drehte. Seit 2006 wieder in der Schweiz. Inhaber der Firma soap factory GmbH mit Sitz in Basel.
Filmografie als Produzent
«Vom Punk in die Zukunft» von Steff Bossert (in Produktion); «Becoming vulnerable» von Gregor Brändli und Deneth Piumakshi Wedaarachchige (in Produktion); «Quir» von Nicola Bellucci (2024); «E.1027 – Eileen Gray and the House by the Sea» von Beatrice Minger und Christoph Schaub (2024); «Segnali di vita» von Leandro Picarella (2023); «Becoming vulnerable» von Gregor Brändli und Deneth Piumakshi Wedaarachchige (in Produktion); «Play with the Devil – Becoming Zeal & Ardor» von Olivier Joliat und Matthias Willi (2023); «Ruäch» by Andreas Müller, Simon Guy Fässler and Marcel Bächtiger (2023); «Ann’s Pub» by Thabea Furrer (2021); «Arada» by Jonas Schaffter (2020); «Who’s afraid of Alice Miller?» (2020); «I’ll be your mirror» von Johanna Faust (2019) «Ciao Babylon» von Kurt Reinhard und Christoph Schreiber (2017); «Amalia e Giancarlo» von Kurt Reinhard und Christoph Schreiber (2017); «Grozny Blues» von Nicola Bellucci (2015); «La buena vida – The Good Life» von Jens Schanze (2015); «Thomas Hirschhorn – Gramsci Monument» von Angelo A. Lüdin (2015); «Nel giardino dei suoni» von Nicola Bellucci (2010); «Judge Not» von Robert Champi (2000)
Als Regisseur, Produzent, Autor
«Reise ans Ende der Nacht» (in Produktion); «Parallel Lives» (2021); «Von heute auf morgen» (2013); «The Definition of Insanity» (2004); «The Beauty Of My Island – Shooting Klaus Lutz» (1999); «Morocco» (1997); «Hannelore» (1994)
Media
Verleih Schweiz
Cineworx
Clarastrasse 48
4005 Basel, Schweiz
+41-61-261 63 70
www.cineworx.ch
Verleih Italien
Wanted
20135 Milano, Italien
www.wantedcinema.eu
Medien & SAles International
Loredana-Nastassja Fernández
Frank Matter
soap factory GmbH
Pfarrgasse 11
4047 Basel, Schweiz
film(a)soapfactory.ch
+41-61-632 00 50
www.soapfactory.ch